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Fleischerei Richter - Ein Traum wurde wahr ...Fleischerei Richter - Ein Traum wurde wahr ...
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Was mit dem Hausschlachten begann...

In der damaligen Zeit war es oftmals üblich und so kannten es viele, einen eigenen Vieh und Ackerbau Familiär zu betreiben.
Für Roland Richter der in dieser Zeit aufwuchs, in der man Landwirtschaft betrieb, war dies nichts Neues. Oftmals arbeitete er schon als kleines Kind bei seinen Eltern mit.
So waren das Sähen des Getreides, das Ernten der Saat von den Feldern, Füttern von Tieren, Ausmisten von Ställen und viele andere Dinge eine alltägliche Arbeit die gemacht werden musste.Roland Richter als kleines Kind mit seiner Familie Auch wenn einige Arbeiten nicht gerade sehr angenehm waren so interessierte er sich vor allem für eine Sache, dem Hausschlachten seines Vaters Ewald Richter.
Nachdem die Schweine im Sommer über gefüttert und gemästet wurden, vollzog man in den Wintermonaten die traditionelle Hausschlachtung. Viele Familien hatten in der damaligen Zeit eine eigene Stallhaltung, aber nur ein geringer Teil konnte sein Vieh selber Schlachten.
So gab es in den verschiedenen Regionen sogenannte Hausschlächter zu denen auch Ewald Richter gehörte. Diese stellten für die Familien der umliegenden Regionen Hausschlachterzeugnisse her. Sie waren in den Orten sehr beliebt, weil sie durch ihre individuelle  Erfahrung bei der Herstellung von Wurst-Erzeugnissen den Familien die Lebensgrundlage sicherten.
Auch Roland Richter wollte einer von ihnen sein und schaute mit großem Interesse seinem Vater Ewald über die Schulter und half ihm tatkräftig, die mit unter 3-5 Schweine in der Woche zu bewältigen. So wurden diese Arbeiten nach und nach zu seiner Lebensphilosophie und er sah dies als seine Bestimmung an.
Nachdem er im Laufe der Zeit seinen Vater bei der Arbeit ablöste und seine Rezepturen übernahm wurde er im Umkreis Vieler zu einem gefragten Hausschlächter. Da aber dieser Beruf alleine zum Leben nicht mehr ausreichte, unterstützten ihn seine Eltern, eine Lehre als Fleischer auszuüben. Nachdem er die Lehre erfolgreich abgeschlossen hatte, bildete er sich in seinem Beruf weiter und wollte seine Erfahrungen beim Hausschlachten und die des gelernten Fleischers komplettieren.
So wurde er in geraumer Zeit einer der vielseitigsten Fleischer der Region. Er erweiterte sein damaliges Wissen, vor allem über die neuen Technologien, die systematisch in den Beruf des Fleischers  einrückten. So war es nur noch eine Frage der Zeit bis er seinen Meisterabschluss machte.
In den weiteren Jahren bekam er Führungspositionen in verschiedenen Fleischereien.
Als es dann im Jahre 89/90 zu der Wiedervereinigung kam, wurde sein Traum von einer eigenen Selbstständigkeit immer größer.
Roland Richter am Anfang seiner SelbstständigkeitIm Jahre 1994, mit viel Mut und einem geringen Budget, hat er diesen schließlich verwirklicht.
So fing er in einem kleinen Laden in Rietschen an, seine produzierten Hausschlachterzeugnisse zu verkaufen. Zur Unterstützung stand ihm seine Frau Monika stets zur Seite. Sie verkaufte als gelernte Landwirtschafterin gemeinsam mit zwei weiteren Verkäuferinnen die hergestellten Erzeugnisse.
Zu dieser Zeit produzierte er mit seinem Onkel und einem Bekannten in seiner eigenen Schlachtküche zu Hause die Erzeugnisse.  Außerdem stellte seine Mutter damals  beliebte Salate und das Quirl- und Griebenfett her. Nach diesen Rezepturen produzieren wir noch heute. Nach kürzester Zeit wollten immer mehr seine hergestellten Produkte, so dass er diese nicht mehr länger zu Hause in seiner Schlachtküche herstellen konnte. Der  geplante Anbau bei ihm zu Hause war jetzt schon nicht mehr realisierbar. So musste er sich im darauffolgenden Jahr nach einer neun Produktionsstätte umsehen. Nach nicht allzu langer Zeit, bot sich ihm eine Übernahme der damaligen Traditionsbetriebsstätte in Niesky an. Da der Vorbesitzer seine Tätigkeit dort nicht weiter  ausüben konnte, war es für Roland Richter eine gute Alternative. So wurde mit viel Aufwand und Mühe dieser Betrieb selbstständig weitergeführt. Ebenso gehörte eine Verkaufsstelle zu diesem Betrieb. Mit viel Elan erarbeitete Roland Richter sich einen guten Ruf in der noch für Ihn unbekannten Region. So ergab es sich, dass seine Tochter Kathrin eine Lehre als Fleischfachverkäuferin in der Verkaufsstelle Rietschen begann.
Mit Mit neuer Technik in Nieskyneuer Technik konnte zudem eine größere Produktvielfallt erzeugt werden, und Fleischermeister Roland Richter stellte nach erlernten Rezepturen und mit viel Liebe ein Sortiment her was jedem Einzelnem zusagte. Nachdem der Absatz größer und weitere Filialen in Daubitz und Kreba eröffnet wurden, wuchs der Personalstamm von zuvor 6 Personen auf über 20 an. Filialeröffnung in KrebaAuch Rolands Schwester Ingrid (Verkäuferin in Daubitz) und deren Mann Roland (Kraftfahrer) waren mit im Unternehmen tätig.
Des Weiteren ließ er auch die ersten Lehrlinge zum Fleischer und zur Fleischfachverkäuferin ausbilden. Sein Sohn Stefan entschied sich ebenso den Beruf des Fleischers zu erlernen.
Umbau NieskyIn den darauffolgenden Jahren wuchs das Unternehmen stetig an. Die Produktionsstätte wurde renoviert und eine eigene Schlachtung angebaut. Mit der Übernahme von 4 Filialen eines umliegenden Produktionsbetriebes, musste aufgrund der überschreitenden Kapazität, abermals angebaut werden. Nach dem Anbau entstand eine moderne Zerlegung und Pökelei, sowie weitere Kühlhäuser zum Herunterkühlen von Schlachttieren.
Später investierte man noch in zwei neuwertige Rauch- & Kochanlagen.
Mit der Zeit wuchs das Unternehmen durch weitere Filialen im Oberland an, und neue Arbeitsplätze wurden geschaffen. Die Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren war durch die mittlerweile 12 Filialen und dem großen Kundenstamm an Gaststätten und Wiederverkäufern, der sich im Laufe der Jahre aufgebaut hatte, abermals an ihre Grenzen gestoßen. So war eine Erweiterung des Betriebes in Niesky eine Notwendigkeit.
In der Zwischenzeit ist Tochter Kathrin nicht mehr im Verkauf sondern im Büro tätig und absolvierte schon verschiedenste Weiterbildungen im Bereich Personalmanagement, auch die Qualifikation zum Ausbilden von Lehrlingen zur Fachverkäufer/in hat sie erlangt.

Sohn Stefan der mittlerweile Fleischergeselle war absolvierte im Jahre 2008 in Kulmbach seinen Fleischer-Techniker der insgesamt 2 Jahre dauerte, dies war Roland Richter besonders wichtig da er vor allem mit der gesammelten Erfahrung das Unternehmen in Zukunft weiter voranbringen kann.
Ein Jahr später kam es dann zu einer Entscheidung die wegweisend für die  Fleischerei Richter werden sollte.
Als bekannt wurde, dass das Fleischwerk Löbau in die Insolvenz geht, kam es zu Anfragen diesen Betrieb zu übernehmen um die Produktionsstätte und die Filialen zu erhalten, und die Mitarbeiter des Fleischwerkes vor der Arbeitslosigkeit zu bewahren.
Schließlich waren sich Roland Richter und Sohn Stefan sicher, dass eine Übernahme des Fleischwerkes Löbau die richtige Entscheidung ist.
Als dann im Januar 2009 die insgesamt 10 Filialen und die Produktionsstätte in Löbau übernommen wurden, wuchs die Personaldecke von etwa 50 auf nunmehr 100 Personen an.
Plötzlich fand sich der kleine Familienbetrieb als großer mittelständiger Betrieb wieder.
Es gab vielerlei Probleme zu bewältigen. Zum einen waren die Filialen auf die Philosophie der Fleischerei Richter einzustellen zum anderen war es wichtig den heruntergefahrenen Produktionsbetrieb in Löbau wieder in Gang zu bekommen. Was im Jahr der Übernahme alles durch Roland Richter geleistet wurde ist kaum vorstellbar. Er arbeitete mit voller Hingabe, Tag und Nacht, in seinem Beruf um das Unternehmen zu erhalten.
Als im Jahre 2010 Sohn Stefan seinen Techniker-Abschluss  erfolgreich absolvierte, kam er wieder zurück in die Heimat, um in den Produktionsstätten Löbau und Niesky sein erlerntes Wissen einzubringen.
Man entschied sich den Betrieb in Niesky weiter zu führen und dort neben der Schlachtung auch die traditionellen Warmfleischerzeugnisse einer Hausschlachtung, ganz nach alten Rezepturen zu erhalten. Zudem stellte man dort, nach kleineren Umbauten, die hauseigenen Salate her.
Nun wurde fortan die Imbissversorgung in den Filialen erweitert. Dafür richtete Roland Richter eigens eine Küche in Niesky her, um die verschiedenen Komponenten für die Filialen zentral zu kochen.
In Löbau konzentrierte man sich nun allein auf die Herstellung der Brüh-, Koch- und Rohwursterzeugnisse sowie die Verpackung und den Versand der eigenen Produkte.
Um hochwertige Erzeugnisse herzustellen, Investierte Roland Richter, erneut, in neue Maschinen und Anlagen.
Desweiteren wurden Umbauten und Sanierungen eingeleitet. Ein neues EDV-System, was 2011 eingerichtet wurde, ermöglicht nun viele weitere Fortschrittliche Abläufe.
Mit nun mittlerweile mehr als 140 Mitarbeitern, 5 Auszubildende und zurzeit 24 Filialen ist das Unternehmen zu einem gesunden aber auch für die Region wichtigen Wirtschaftsfaktor herangewachsen.
Nicht zu vergessen sind die vielen Gastronomen, Groß- und Kleinküchen, Dienstleister aber auch Fleischereien und Wiederverkäufer die die Fleischerei Richter beliefert. Man deckt mittlerweile einen großen Teil der Lausitzer Region ab und versorgt diese mit seinem eigenen Fuhrpark.
Zudem unterstützt Roland Richter viele Sportvereine, Schulen und Kindertagesstätten, sowie Feuerwehren. Diese bekommen zu ermäßigten Preisen, Ware von der Fleischerei Richter.
Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist zudem die Beziehung zu den Lieferanten.
Die Fleischerei Richter bezieht alle ihre Schlachttiere aus umliegenden Landwirtschaftsbetrieben und Bauernhöfen.  
Alltäglich benötigte Waren für die Produktion und den Verkauf stammen ebenfalls aus der Region. Zukunftsorientiert wird sich Geschäftsinhaber Roland Richter, laut seinem Motto „Alles von der Region, für die Region!“ weiterhin einbringen.  
Durch weitere Filialeröffnungen in der Umgebung von Görlitz, Bautzen und Zittau, werden zukünftig weiterhin neue Arbeitsplätze geschaffen.

Uns ist es wichtig Ihnen einmal nahezubringen was Roland Richter mit seiner Frau Monika in 20 Jahren der Selbstständigkeit alles geschaffen hat. Sie haben niemals ihren eigenen Profit dabei gesehen und persönliche Dinge immer hinten anstellen lassen. Alles was sie sich erarbeitet haben investierten sie in und für das Unternehmen "Fleischerei Richter".  

Wir sprechen ihnen hiermit ein hochachtungsvolles Lob aus, auch wenn es mitunter nicht leicht ist, sich jeden Tag aufs neue zu motivieren, ist es gerade unseren Eltern gelungen, die Ziele die sie verfolgten zu jeder Zeit zu erreichen.

Kathrin und Stefan Richter